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Projekte - Frauenprojekte

Thera -Net
Multimediales therapeutisches Netzwerk für Flüchtlingsfrauen


In Halle und Umgebung haben viele Flüchtlingsfrauen und deren Familien eine zumeist zeitlich befristete Unterkunft bzw. Wohnung gefunden. Es bestehen hier oft umfangreiche existentielle Probleme hinsichtlich:

  • der Wohnungssituation: schlechte Wohnbedingungen
    wie z.B. zu kleine Wohnungen,
  • hauptsächliche Ansiedlung der Flüchtlinge
    in Gebieten mit einer Bevölkerungsstruktur,
    die sich zum überwiegenden Teil aus sozial Schwachen zusammensetzt
  • die in diesen Gebieten z. T. herrschende Fremdenfeindlichkeit u.a.
  • der medizinischen Versorgung und Vorsorge
  • der Ernährung
  • psychosozialer und rechtlicher Probleme
  • Partnerschaftskonflikten oder Erziehungsproblemen

Im Bereich des Regierungspräsidiums Halle existieren flächenmäßig nur in
den größeren Kommunen für Flüchtlingsfrauen vereinzelte allgemeine Hilfsangebote
(Schwangerschaftskonfliktberatung; kommunale Gleichstellungsbeauftragte);
welche ihnen z. T. nicht bekannt oder aus verschiedenen Gründen
nur schwer zugänglich sind. Häufig verfügen die Flüchtlingsfrauen und
deren Familien nur über einen ungeklärten bzw. unsicheren Aufenthaltsstatus.
Hinzu kommen Verständigungsschwierigkeiten aufgrund sprachlicher und / oder kultureller Unterschiede.
Ausgehend von den Erfahrungen und Erkenntnissen der bisherigen Projektarbeit
mit Flüchtlingsfrauen sowie der Tätigkeit des Sozialen Beratungsdienstes für
MigrantInnen des Eine-Welt-Haus Halle e. V. sollen die Schwerpunkte des Projektes
auf folgenden Hauptsäulen ruhen:

1. Säule:
Ausgehend von den gewonnenen Erfahrungen des Projektes
"Frauenspezifische Beratung und Betreuung von Flüchtlingsfrauen
in besonderen Problemlagen im Raum Halle" (ProFF)
und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass es - trotz bestehender Notwendigkeit -
keine flächendeckende psychosoziale und psychotherapeutische Versorgung
für Flüchtlingsfrauen im Raum des Regierungspräsidiums Halle gibt
und in näherer Zukunft nicht geben wird,
werden durch "Thera - Net" die im Regierungspräsidium Halle vereinzelt bestehenden
diesbezüglichen Angebotsansätze für die Flüchtlingsfrauen aufgelistet,
vernetzt, der Fehlbedarf analysiert und notwendige Veränderungen bezüglich
einer erforderlichen psychosozialen und psychotherapeutischen Versorgung aufgelistet.

2. Säule:
Es wird zum Thema "Betreuung, Beratung, Problemkreise etc. von Flüchtlingsfrauen
als besonders schutzbedürftige Gruppe" ein Chatroom als fachspezifische
Serviceleistung eingerichtet und betrieben, der z. B. SozialarbeiterInnen, InteressentInnen, MultiplikatorInnen und Betroffenen die Möglichkeit gibt, sich mit Fragen und Problemen an die qualifizierten Mitarbeiterinnen des Teams zu wenden.

Zielsetzung und Methoden
Es handelt sich um einen ganzheitlichen Ansatz, der versucht, die gesamte komplexe Lebenssituation von Flüchtlingsfrauen in besonderen Problemlagen (von psychologisch-medizinischen bis psychosozial-rechtlichen Aspekten) zu erfassen.
Im Mittelpunkt stehen die Gesundheit und das Wohlbefinden der Flüchtlingsfrauen. Darüber hinaus zielt das Projekt auf eine noch stärkere Vernetzung der einzelnen Hilfsangebote der Vereine und Ämter untereinander sowie auf eine verstärkte Sensibilisierung bezüglich der spezifischen Problematik von Flüchtlingsfrauen ab.

Hierbei soll insbesondere das Gesundheitsamt als Multiplikator eingebunden werden. Die im Rahmen der speziellen Flüchtlingsfrauenprojekte 2002 und 2003 gewonnenen bzw. zu erwartenden Erfahrungen und Erkenntnisse sollen für die Umsetzung von therapeutischen Konzepten, die speziell auf traumatisierte Flüchtlingsfrauen abgestimmt sind, angewandt werden.

Ansprechpartnerin:
Melanie Koch
Diplom-Psychologin
Tel.: 0345 / 529 42 70

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Frauenflüchtlingshaus (FFH)


Nach erfolgreichem Abschluß der fünfjährigen Modellphase wurde zum 01. Juli 2001 das Frauenflüchtlingshaus des Landes Sachsen-Anhalt in die Trägerschaft des Eine - Welt - Haus Halle e.V. übergeben.
Dem ging die Erfahrung voraus, dass es notwendig ist, für alleinreisende, traumatisierte Flüchtlingsfrauen eine spezielle Unterbringung und fachspezifische Betreuung zu gewährleisten.

Im Frauenflüchtlingshaus (FFH) werden alleinreisende Flüchtlingsfrauen sowie deren Kinder, die z. B. durch Gewalterlebnisse im Herkunftsland oder auf der Flucht traumatisiert worden sind, zeitweise aufgenommen.
Es handelt sich um eine therapieorientierte Unterbringungsform mit einer Kapazität von maximal 15 Plätzen. Für die Betreibung des Heimes sowie die Begleitung und Betreuung zeichnen sich zwei Mitarbeiterinnen zuständig.

Das Heim ist nicht mit einer Gemeinschaftsunterkunft zu vergleichen, sondern trägt den Charakter einer speziell betreuten Wohngemeinschaft.
Während ihres Aufenthaltes werden die Frauen dahingehend befähigt, ihre zumeist traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten und sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden. Dabei arbeiten wir sehr eng mit entsprechenden FachärztInnen, Beratungsstellen u. ä. in Halle und darüber hinaus zusammen.

Durch die Einbindung von Migrantinnen - z. B. durch das Jump-Projekt, soziale Arbeit (HzA) und Ein-Euro-Jobs in die Arbeit des FFH konnten besonders sprachliche Probleme, die beim Neueinzug in der Regel bestehen, minimiert werden.
Zudem fühlen sich die Bewohnerinnen gerade in der Eingewöhnungsphase dadurch in ihrer kulturellen, religiösen und sozialen Identität besser wahr- und angenommen

Im Jahr 2004 haben wir Flüchtlingsfrauen aus folgenden Ländern aufgenommen und betreut:
Sierra Leone, Äthiopien, Benin, Türkei, Tschad, Eritrea, Zaire, Iran, Angola, Kamerun, Irak, Niger, Nigeria.
Dabei sind die Alterstufen von 17 bis 65 Jahren vertreten. Die Flüchtlingsfrauen repräsentieren völlig unterschiedliche Asylschicksale; verfügen über unterschiedliche soziale Erfahrungen und Kompetenzen - benötigen jedoch alle einen erhöhten Betreuungsbedarf und individuelle Hilfestellungen.

Frauenflüchtlingshaus (FFH)
Postfach 11 05 08
06019 Halle
Tel.: 0345 / 523 81 15

Ansprechpartnerinnen:
Ulrike Wagner - Leiterin FFH
Kristin Rudolph - Sozialpädagogin


Verwaltung des Projekts
Christine Woithe
Schopenhauerstraße 3
06114 Halle
Tel. / Fax: 0345 / 529 42 67
 

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Links

Hinweis: Mit dem Anklicken der Links verlassen Sie sowohl die Internet-Seiten als auch den Verantwortungsbereich des Eine-Welt-Hauses Halle e.V..

amnesty international - Sektionskoordinationsgruppe Frauen

Auswärtiges Amt - Internationale und regionale Entwicklungen und Maßnahmen zur Förderung der Menschenrechte von Frauen

AWO Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. - Beratungsstelle "Vera" Frauenmigration - Zwischen Gewalt, Ausbeutung und Willen zur Selbstbestimmung

BAG FORSA - Bundesarbeitsgemeinschaft Feministischer Projekte gegen Sexuelle Gewalt an Mädchen und Frauen e.V.

EKD - Interkulturelle Frauenarbeit

Frauen im Islam - Webseite über arabisch-islamischen Kultur

Frauen und Globalisierung - Frauen- und Genderperspektiven innerhalb der attac-Be- wegung

Frauentisch Halle - Frauenpolitischer Runder Tisch in der Stadt Halle

Gleichstellung von Frauen und Männern - Seite der Europäischen Union zum Thema

Medica Mondiale - Internationale Organisation, die sich für traumatisierte Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten einsetzt.

Serap Cileli - Webseite gegen die Zwangsheirat

Terre des Femmes - Gemeinnützige Menschenrechtsorganisation für Frauen und Mäd- chen, die durch internationale Vernetzung, Öffentlichkeitsarbeit, Aktionen, Einzelfallhilfe und Förderung von einzelnen Projekten Frauen und Mädchen unterstützt.

 
 

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